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Nicht einmal 1000 Seelen zählt die kleine Gemeinde, die es geschafft hat mit ihrer Freilichtbühne weit über die Grenzen der Eifel bekannt zu werden. Mit Liebe und Hingabe sind sie bei der Sache, die Mitglieder der »Spielschar Schuld«. Seit nunmehr schon über 50 Jahren studiert die Spielschar alljährlich neue Stücke ein und begeistert mit ihren Aufführungen

das Publikum. Dabei spannt sich der Bogen der Darbietungen von Schillers »Wilhelm Tell« oder Hugo von Hoffmannsthal's »Jedermann« bis zur Wilhelm Hauff's heiterer Räuberpistole »Das Wirtshaus im Spessart« oder Michael Ende's Märchen »Momo«, welchem in diesem Sommer (2001) aufgeführt wird. Immerhin rund 120.000 Besucher besuchten über 200 Aufführungen der Spielschar Schuld auf der Freilichtbühne seit 1947.

1947 war der Nachholbedürfnis an guter Unterhaltug bei der Bevölkerung sehr groß. Der Entschluß eine Freilichtbühne zu schaffen, kam völlig spontan. In unmittelbarer Nähe der Schornkapelle auf den Höhen von Schuld fand sich eine sehr schöne, idyllische Lichtung, welche sich zur Errichtung der Freilichtbühne förmlich anbot.

In der »Zeitschrift für das Amateurtheater in Deutschland« beschreibt Harry Lerch die Bühne später so: »Wie von Gottes Hand geschmiegt ist die Freilichbühne hoch über Schuld, diese Bühne in Waldesstille.«

Pfarrer Scherer, ein Freund der Spielschar, war begeistert von der Idee einer Freilichtbühne und so stellte die Pfarrgemeinde der Spielschar das Gelände zur Verfügung.

Damals noch mit einfachsten Mitteln geschaffen, wurde die Freilichtbühne ständig verbessert und bietet heute mit immerhin 600 überdachten Plätzen auch Schutz vor Regen.


Zahlreiche Geschichten und Geschichtchen sind mit der Freilichtbühne verbunden. Manche sind tatsächlich weitaus spannender als jenes tumbe, von komatöser Kreativität gekennzeichnete Action-Zelluloid, welches uns vornehmlich von den Privatsendern zugemutet wird und derweil schon viele von uns tagtäglich vor der Flimmerkiste zum Einschlafen bringt. Da wäre zum Beispiel »die Geschichte von Pitter, Jupp und Hein und den Kostümen aus Speck und Eiern« , die sich in etwa so zugetragen hat..



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